Die Antwort
tr;dr: 1
Die ganze Geschichte
Moin!
„1“ ist natürlich eine etwas verkürzte Darstellung – aber falsch ist sie nicht!
Auffällig häufig planen Menschen bei der Gestaltung einer neuen Website recht viele Seiten ein: Home, Über uns, Was wir machen, FAQ, Kontakt etc.
Und das kann Folgen haben …
Ist das SEO-relevant?
Ziemlich sicher „ja“. Suchmaschinen betrachten jede URL (entspricht in diesem Kontext einer Seite) individuell – sie bilden sich keine Meinung über deine Website als Ganzes.
Wenn du also nicht für jede deiner Seiten wirklich guten Content erstellst, verteilst du dein Material über mehrere Seiten. Damit dünnst du dein Material unnötig aus oder du wiederholst dich. Das ist nicht gut.
Also lieber eine knackige Landingpage, auf der du deine wichtigsten Punkte unterbringst. „Anbauen“ geht später immer noch.
Weniger ist mehr
Gibt dir Mühe, eine gute Landingpage / Startseite für deine Website zu erstellen. Stelle dich und dein Anliegen / deine Produkte / deine Dienstleistungen so dar, dass unbedarfte Besucher:innen eine Chance habe, es zu verstehen.
Wenn du das richtig machst, hast du eine gute Seite mit angemessen langem Text (nicht zu wenig, aber auch nicht zu viel). Das mögen Besucher:innen und v.a. mögen das die Suchmaschinen.
Und was ist mit Impressum und Datenschutz?
Wenn du auch nur das geringste gewerbliche Interesse verfolgst, brauchst du ein Impressum. Und die Datenschutzerklärung ist auch notwendig.
Aber tatsächlich kann man diese Informationen auch am Ende der Startseite einfach anfügen und verlinken. Wenn du einen datensparsamen Hoster hast, wird auch die Datenschutzerklärung nicht besonders lang sein. Vor allem, wenn du auf Dinge verzichtest, die zu Beginn oft völlig überflüssig sind, wie z.B. User-Tracking für Analysezwecke.
Wenn du dein WordPress und deine Plugins (nimm so wenige wie möglich) richtig einstellst, wird du auch keine Cookies brauchen. Also auch kein Cookie-Banner und damit eine einfachere Datenschutzerklärung.
Du bemerkst das Prinzip: Weniger ist mehr und erzeugt auch weniger Folgeaufwand.
Kann mich das Geld kosten?
Unter Umständen schon.
Auffällig viele Provider unterscheiden ihre WordPress-Pakete nach „Anzahl Seiten“. Wenn du also unnötig viele Seiten einplanst und „nur zur Sicherheit“ noch großzügig aufrundest, dann buchst du mit ziemlicher Sicherheit ein zu teures Paket.
Bezahl nur das, was du wirklich brauchst.
Aber jetzt mal realistisch!
Gut, die realistische Antwort lautet: 2.
Pack Impressum und Datenschutzerklärung auf eine separate Seite und verlinke sie. Dann ist deine Startseite super aufgeräumt und alle geforderten Informationen sind auf der zweiten Seite verfügbar.
Ja, damit ist die realistische Zahl satte 100% über der angeteasten Zahl von oben – Schande über mich 😜
Aber wenn du das berücksichtigst, dann bezahlst du wenigstens nicht für den „10-Seiten-50-Datenbanken-100-Mailadressen-Super-Duper-Plan“, weil du dachtest, so vier oder fünf Seiten würden es bestimmt werden.
Tschüss aus Wolfenbüttel!

